Unter dem Asphalt

Ein Baum wächst aus einem Riss im Asphalt in einer Stadtlandschaft.
Unter dem Asphalt

Alina Meico

Alles glänzt, alles schreit, und trotzdem fehlt der Boden: „Unter dem Asphalt" erzählt von einer Welt, die immer höher hinaus will und dabei vergisst, was sie trägt. Zwischen Glas und...

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Über diesen Song

Alles glänzt, alles schreit, und trotzdem fehlt der Boden: „Unter dem Asphalt" erzählt von einer Welt, die immer höher hinaus will und dabei vergisst, was sie trägt. Zwischen Glas und Beton wartet etwas Altes und Geduldiges darauf, dass wir uns erinnern, wo wir herkommen.

Alina Meico singt von Wurzeln, die niemand sieht und die trotzdem alles halten: vom Garten der Großmutter, von Erde an den Fingern und von dem Platz, der mehr wert ist als Gold. Ein ruhiger, erdender Song zwischen Singer-Songwriter und Indie-Folk, der nicht anklagt, sondern einlädt: stehen bleiben, tief durchatmen, Wurzeln schlagen.

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Ich lauf durch die Stadt, alles glänzt, alles schreit Wir haben für alles, nur für uns keine Zeit Wir wohnen in Schachteln aus Glas und Beton Und fragen uns leise, was haben wir davon Man sagt mir, ich muss immer höher hinaus Doch Glück wohnt nicht oben im luftleeren Haus Ich spür wie ich schwanke, wenn der Wind sich mal dreht Weil mir der Halt, ja der Boden, so fehlt Hörst du das Rauschen ganz tief in der Nacht Da ist etwas Altes, das langsam erwacht Doch unter dem Asphalt, da atmet die Erde Sie wartet geduldig, dass ich wieder werde Wie ein Baum, der die Wurzeln in die Tiefe schlägt Der nicht nur steht, sondern Leben auch trägt Reiß die Straße mal auf, nur ein kleines Stück Da liegt unsere Wahrheit, da liegt unser Glück Nicht im Himmel aus Neon, so kalt und so grell Sondern tief in den Wurzeln, da wird es erst hell Oma hat früher im Garten gesessen Sie hat nie die Namen der Blumen vergessen Sie sagte: Kind, wenn du nicht mehr weißt wer du bist Dann geh zu dem Ort, den die Sonne küsst Fass die Erde mal an, mach die Finger mal schmutzig Das Leben ist rau, nicht nur sauber und putzig Heute weiß ich, sie hatte so recht mit dem Satz Ich such nicht mehr Gold, ich such meinen Platz Hörst du das Rauschen ganz tief in der Nacht Da ist etwas Altes, das langsam erwacht Doch unter dem Asphalt, da atmet die Erde Sie wartet geduldig, dass ich wieder werde Wie ein Baum, der die Wurzeln in die Tiefe schlägt Der nicht nur steht, sondern Leben auch trägt Wir haben vergessen, dass wir Samen sind Verstreut in der Welt und verweht von dem Wind Wir dachten, wir müssen Maschinen nur sein Doch das Glück pflanzt man nicht in den Stahl und den Stein Die Ahnen, sie flüstern durch Blätter und Gras Vergiss nicht den Ursprung, vergiss nicht das Maß Du bist nicht hier, um nur schnell zu vergehen Du bist hier, um endlich in Blüte zu stehen Wir sind keine Maschinen. Wir sind Natur. Vergessen wir das. Verlieren wir die Spur. Komm zurück. Ganz tief zurück. Unter dem Asphalt, da atmet die Erde! Sie wartet geduldig, dass ich wieder werde! Wie ein Baum, der die Wurzeln in die Tiefe schlägt! Der nicht nur steht, sondern Leben auch trägt! Unter dem Asphalt. Da sind wir zuhaus. Ich streck meine Wurzeln. Endlich wieder aus.
Musik Patrick Bednarz
Songtext Patrick Bednarz
Künstler Alina Meico

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