Das vergessene Land

Zwei Personen stehen auf einer Klippe und schauen auf eine industrielle Landschaft.
Das vergessene Land

Codewald

13. Februar 2026

Ein stiller Abschied, den niemand bemerkt. „Das vergessene Land" ist eine Beobachtung. Nicht mehr, nicht weniger. Wir haben aufgeschrieben, was wir sehen, wenn wir durch die Straßen gehen. Was wir...

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Über diesen Song

Ein stiller Abschied, den niemand bemerkt. „Das vergessene Land" ist eine Beobachtung. Nicht mehr, nicht weniger.

Wir haben aufgeschrieben, was wir sehen, wenn wir durch die Straßen gehen. Was wir fühlen, wenn wir den Nachrichten zuhören. Was wir denken, wenn wir in die Gesichter der Älteren schauen. Hände, die alles aufgebaut haben. Geschichten, die niemand mehr hören will. Ein Wandel, der leise kommt und laut nachhallt.

Dieser Song ist kein Urteil. Er ist ein Spiegel. Eine Sicht von vielen. Geschrieben aus dem Bauch, nicht aus dem Lehrbuch.

Musikalisch bewegt sich „Das vergessene Land" zwischen orchestraler Wucht und stiller Melancholie. Schwere Bässe treffen auf ein Cello, das die Grundstimmung trägt. Der Song baut sich langsam auf, zieht an, bricht aus und endet dort, wo er angefangen hat: bei der Frage, was von uns bleibt, wenn wir aufhören hinzuschauen.

Codewald erzählt nicht, wie die Welt sein sollte. Codewald beschreibt, wie sie sich anfühlt. Der Rest liegt beim Hörer.

Songtext anzeigen
Der Wecker schreit wir rennen los an uns selbst vorbei Bis Juli nur für fremde Kassen wir sind gar nicht frei Wir zahlen für die Welt doch hier geht das Licht aus Zweiundzwanzigtausend Firmen ein leeres Traditionshaus Die Insolvenz wird nicht gezeigt sie stirbt ganz still und leise Hundert Jahre Handwerk gehen auf die letzte Reise Wir sind Weltmeister im Steuern doch Verlierer im Verstand Sag mir was wurde aus diesem stolzen Land Einst war hier der Boden für Dichter und für Denker Wir waren die Poeten wir waren unsre Lenker Die Welt lernte Deutsch um die Wissenschaft zu spüren Heute können wir kaum noch einen geraden Satz führen Aus Goethe wird"Digga" aus Schiller wird"Alter" Die Gehirne fahren runter ein geistiger Schalter Wir lassen uns verdummen wir nicken einfach ab Und schaufeln uns lachend das kulturelle Grab Oh wir sind so bescheuert wir schauen einfach zu Wie alles zerbröselt in aller Seelenruh Wir haben vergessen was uns früher verband Die Liebe zur Wurzel die Liebe zum Land Wir sind blinde Passagiere auf einem sinkenden Schiff Und steuern Vollgas auf das nächste Riff Geh abends durch die Städte der Blick starr auf den Boden Die Unbeschwertheit fort als hätt man sie uns verboten Ein falsches Wort am Bahnhof ein Aufblitzen von Stahl Der Zufall entscheidet es ist eine grausame Wahl Die Zahlen gehen hoch doch wir schauen nicht hin Wir suchen vergeblich nach Sicherheit und Sinn Das Pflaster ist kalt und der Atem stockt bald Wo ist der Schutz und wo ist unser Halt Doch das Schlimmste von allem das bricht mir das Herz Schau auf die Alten fühlst du nicht ihren Schmerz Hände die Steine trugen die alles hier bauten Müssen im Müll wühlen weil wir ihnen alles klauten Der Lohn längst versteuert doch das reicht ihnen nicht Doppelt zur Kasse bis das Rückgrat zerbricht Wir nehmen die Würde für die sie geschuftet hab'n Und lassen sie einsam im Schatten begrab'n Und dann sagen sie uns wir sollen uns hassen Teilen in Lager in Rassen und Klassen Sie hetzen den Nachbarn gegen den Nachbarn auf Und wir fallen drauf rein in blindem Lauf Schluss mit der Scham Schluss mit dem Bücken Wir müssen wieder zusammenrücken Sie wollen uns klein aber wir sind Riesen Die nur vergessen haben wie man wächst auf diesen Wiesen Hörst du das Grollen tief im Untergrund Das ist die Seele sie wird wieder gesund Es reicht nicht zu flüstern wir müssen jetzt schrei'n Wir lassen niemanden von uns mehr allein Steht auf für die Ahnen steht auf für das Licht Wir holen uns wieder das wahre Gesicht Einigkeit und Recht und Freiheit ist mehr als ein Wort Es ist unser Anker an diesem Ort Wir lieben die Wurzeln wir lieben den Baum Wir bauen uns wieder den eigenen Traum Nichts mehr von außen nur Kraft von innen So werden wir wieder von vorne beginnen Keine Angst mehr! Nur noch Mut! Das ist unser Boden! Das ist unser Blut Für die Heimat! Für uns! Wir
Musik meincode.eu
Songtext meincode.eu
Künstler Codewald

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